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Dienstag, 03 November 2015
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DiktatorenAls einleitender Satz, ich möchte mit diesem Artikel Diktatoren keineswegs verharmlosen. Ich schreibe dies als Warnung vor dem alltäglichen Faschismus. Ich möchte Diktatoren allerdings menschlicher darstellen als das in meiner Erfahrung oft passiert. Nicht weil ich die historischen Handlungen etwa von Hitler oder Stalin in ihrer Unfassbarkeit reduzieren möchte. Im Gegenteil, weil ich darlegen will, dass der Kern des Wesens eines Diktators sehr menschlich ist und in fast allen von uns angelegt. Wir müssen den Faschismus und Populismus in ihrem Kern verstehen um ihnen begegnen zu können. Das Wesen von Menschen wie Hitler, Stalin, Pol Pot oder Idi Amin (im Kontrast zu den von ihnen aufgebauten Machtapparaten) für monströs zu halten würde nur bedeuten nicht Vorsicht walten lassen zu müssen wenn andere oder wir selbst nach Macht streben oder Gruppen Andersdenkender für böse, unsittlich, minderwertig, pauschal gefährlich, fremd etc. erklären. Formulierungen wie "Reich des Bösen" legen nahe daß es sich bei diesen Diktaturen um etwas unmenschliches handelt und wir selber nicht betroffen sein können. Das ist nicht so. Ich bin überzeugt, dass im Kern jedes Diktators wie auch jedes Links- und Rechtspopulisten eigentlich ein Mensch steht der glaubt seinen gefühlten Mangel nach Liebe in der Kontrolle seiner Umwelt finden zu müssen. Entartet das und wird dieses Streben von der Umwelt mitgetragen (etwa weil es ausreichend viele equivalent traumatisierte oder schlicht weder mitdenkende noch mitfühlende Menschen gibt) so kann das zur globalen Katastrophe werden. Aber in jedem von uns steckt ebenfalls ein Diktator, der in kleinerem Aumaß versucht Gewalt über uns und unsere Mitmenschen auszuüben. Diesen zu erkennen und das grundlegende Trauma zu lösen ist wichtig für unsere persönlichen Beziehungen und für die Gesellschaft als ganzes.

Warum schreibe ich das?

Als ich mich vor einer Weile gerade selber bemitleidete weil ich mich da gerade ungeliebt fühlte kam mir der folgende Satz in den Sinn:

Auch Diktatoren sind lediglich Menschen die das Gefühl haben nicht genug geliebt zu werden."

Bin ich also auch ein Diktator? Es ist naheliegend daß ich mir damit nicht mehr leid tun konnte. Anders gesagt, ein Diktator ist dadurch charkterisiert daß er seine Umwelt gegen jeden Widerstand in die Form bringt die ihm vorschwebt. Aus Angst ihr ausgeliefert zu sein, keine Kontrolle zu haben. Diese Weltwahrnehmung ist nach Traumatisierungen etwa durch Gewalt häufig, weil der Mensch dort Machtlosigkeit erlebt und dieses Gefühl nicht annehmen kann oder will. Die daraus entstehende Welt spiegelt seinen inneren Zustand wieder, ohne Vetrauen in andere, beschrieben durch Angst vor anderen und Andersartigen. Angst vor Kontrollverlust, vor dem ausgeliefertsein. Und immer tun Diktatoren anderen das an wovor sie am meisten Angst haben. Zuerst den Anderen, dann den "eigenen" Leuten. Und immer werden sie von Menschen getragen denen im Wesentlichen eines fehlt: Empathie und Voraussicht, die eigentlich das gleiche Grundtrauma tragen. Immer die gleichen Muster von erlebter Machtlosigkeit und Schmerz und daraus der Glaube daß nur durch Kontrolle und Unterwerfung anderer Menschen das Gefühl von Sicherheit erzeugt werden kann das fehlt. Der Diktator in jedem von uns ist vermutlich auch die größte Bedrohung und Schwäche der Demokratie. Ohne ihn sind wir für Demagogen nicht zugänglich.

Was fehlt Diktatoren und ihren Anhängern?

Das Gefühl geliebt und angenommen zu sein, so wie sie sind. Liebe schlechthin. Nicht Liebe zu etwas, denn Liebe ist ein Zustand des wertschätzenden Anerkennens. Ihr Mangel ist charakterisiert duch ein Gefühl der Trennung. Ist man sich dieses Umstandes nicht bewußt versuchen Menschen oft Gruppen ähnlich gesinnter zu bilden um nicht mehr so alleine zu sein. Im wesentlichen um Bestätigung aus dem Außen zu bekommen und gleichzeitig über die Gruppe Macht über die als bedrohlich wahrgenommene Umwelt zu erlangen. Und durch die Menge an existierenden Diktatoren (wie vielleicht uns selbst) mit größerer oder kleinerer Gefolgschaft kann sie das auch sein. Wie die Geschichte aber zeigt ist diese Grundhaltung derart destruktiv daß sie nie tragend ist. Sie führt nur zu mehr Zerstörung und Trennung. Mangelnde Empathie (reiner Intellekt, unfähig in andere Menschen hineinzufühlen) gemischt mit Zorn (aus Demütigungen) und einem grundlegenden Gefühl der Unterlegenheit führt zu immer mehr Gewalt und Grausamkeit. So gut der Intellekt das auch zu kaschieren sucht. Immer passiert Abschottung und die Marginalisierung Andersdenkender. Die Empfindung von Wertschätzung und Anerkennung uns selbst gegenüber ist die Grundlage das auch für andere Menschen entwickeln zu können.

Daher: Schulung in Glücksbewußtsein, Liebe (vor allem Fähigkeit zur Selbstliebe als Grundlage jeder anderen Liebesfähigkeit) und Empathie ist von grundlegender Bedeutung für alle menschliche Gesellschaften und die wesentlichste Antwort auf viele derzeit auftauchenden gesellschaftlichen Fragen. Vor allem ist es die einzige tragfähige Antwort auf die immer wieder hochwallende Tendenz zu Faschismus und Ausgrenzung.

Liebe ist kein esoterischer Wahlspruch. Sie ist die Grundlage jeder funtionierenden Gesellschaft

Image credits siehe Wikipedia: Adolf Hitler, Josef Stalin, Pol PotIdi Amin   (generell creative commons, Im Fall der Darstellung von Adolf Hitler: „Bundesarchiv Bild 183-S33882, Adolf Hitler retouched“ von Bundesarchiv, Bild 183-S33882 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons.)


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Montag, 02 November 2015
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Raum geben zu sein wie jemand istNichts drückt Liebe so sehr aus wie jemandem den Raum zu geben zu Sein wie er ist

Ich habe in letzter Zeit einige Gespräche und Sitzungen zum Thema Raum in Beziehungen begleitet und nehme das als Anlaß ein paar Gedanken zu teilen. Vorweg, viel von dem hier gesagten ist zwar wahr, aber in Beziehungen sehr herausfordern zu leben. Wenn man in diversen Emotionen steckt ist es sehr Herausfordern einen Schritt zurückzutreten und den Empfehlungen dieses Artikels zu folgen. Also empfehle zuallererst einfach nicht zu streng mit Dir selbst und anderen zu sein. Wertschätzung für Dich selbst und Dein Gegenüber ist die Basis für Liebe und für Raum. In vielen Fällen sind Liebe und Anerkennung synonym zu verstehen, sie bedeuten etwas sehr ähnliches. Im Raum geben finded man zuerst alle Themen die man dazu hat, und dann die Liebe.

Was bedeutet "Raum geben" eigentlich?

"Raum" ist der bedingungsloser Zustand in dem etwas Sein kann. Raum ist nicht Distanz. Eigentlich bedeutet es anzuerkennen und damit auch zu lieben. Ich möchte sagen daß einem anderen Menschen mit dem man gemeinsamen Lebensraum teilt (Partner, Kinder, Geschwister,Eltern, ...) wirklich Raum zu geben eine außerordentliche spirituelle Übung ist. Denn natürlich kann man hier allen möglichen Ängsten, Widerständen und Erfahrungen begegnen. Er oder sie könnte sich entschließen zu gehen wenn er die Freiheit dazu hat. Man könnte sich selbst neu verlieben, in jemand anderen. Was ist dann mit den Kindern? (so es welche gibt). Was wenn dann die Nähe weg ist? Ist dann die Liebe weg? Wenn er mich dann verletzt? Was wenn die Beziehung dadurch intensiver wird und damit zu eng? Wie gehe ich mit dem Gefühl von Machtlosigkeit um die daraus entsteht über meinen Partner keine Kontrolle auszuüben? Diese Ängst sind normal, und der wesentliche Grund warum Beziehungen üblicherweise echten Raum (statt erzwungener Distanz oder eigentlich mangelndem Interesse) schlecht zulassen können. In nahen Beziehungen sind Menschen üblicherweise direkter vom Verhalten ihres Gegenüber beindruckbar als sonst. Und wir spüren unsere eigenen Ängst sehr viel mehr, auch wenn wir sie auf unser Gegenüber projizieren. Jemandem der wirklich nahe steht Raum zu geben etwas zu tun das verletzend sein könnte benötigt viel Mut. Und das Verständnis daß verletzt zu werden möglich ist. Aber so ist die Liebe. Sie ist Raum. Sie ist ohne etwas dafür zu wollen. Deswegen kann nur ein in sich selbst verwurzelter Mensch wirklich lieben statt nur ein Gefühl von Verlassenheit mit Gesellschaft zu überdecken. Das kann sehr intensive Zuneigung sein. Aber keine echte Liebe. Deswegen auch kein Raum Du selbst zu sein oder einem Anderen diesen Raum zuzubilligen.

Kannst Du Dir selber Raum geben zu sein wie Du bist? Dich in allen Deinen Aspekten annehmen?

Erfahrungsgemäß ist das eigentliche Problem in Beziehungen die zu Eng sind darin verwurzelt selber keinen Raum zulassen zu können. Ganz besonders nicht für sich selbst. Hier empfiehlt es sich zu fragen: Welchen Anteil von mir halte ich noch so sehr unter Verschluß daß ich ihm keinen Raum geben will? Menschen haben fast immer einen Schatten. All diejenigen Anteile des Wesens die nicht sein durften. Etwa weil sie für die Eltern, Leherer, Umwelt unangenehm waren. Oder weil es als Überlebensstartegie notwendig war sie abzudrehen. Es ist ein Schatten nicht weil er schlecht wäre, sondern weil er in der Verdrängung für uns selbst kaum warnehmbar ist. Andere Menschen nehmen diesen Schatten allerdings unterbewußt war und reagieren dementsprechend. Beziehungen die nicht wirklich berühren haben andererseits nicht zu viel Raum, ihnen fehlt Herzensbindung. Wahrscheinlich berühren sich die Menschen im Herz nicht wirklich, oder sie können sich selbst nicht gut spüren. Andererseits liegt in der Überwindung dieser Hürden die Fähigkeit Freiheit zu spüren und wirklich zu lieben.

Wie gebe ich Raum?

Die Sicherste Strategie etwas zu verlieren ist zu versuchen etwas festzuhaltenGrundsätzlich passiert das von alleine wenn Du alle Deine inneren Widerstände überwunden hast Dich selbst und Dein Gegenüber anzunehmen. Raum geben passiert wenn Du aufhörst Kontrolle ausüben zu wollen und allen erfahrenden Aspekten den Raum gibst zu sein, ohne sie zu bewerten. Das bedeutet auch die Teile anzunehmen die unangenehm sein könnten. Am zähsten ist das mit den eigenen Aspekten die man eigentlich nicht mag, etwa weil sie mich dem Gefühl von Schwäche einhergehen. Raum zu geben muß mit dem Herzen passieren. Einfach weil es gut ist ihn zu geben, weil es die Liebe für den anderen Menschen ausdrückt. Und damit es keine egomanische Illusion wird: gib Dir selbst Raum! Glücklich zu sein. Kind zu sein. Machtlos zu sein. Schön zu sein. Erotisch zu sein. Häßlich zu sein. Wenn Du einem anderen Menschen Raum gibst, so nicht für die Rollen die dieser im bisherigen Leben für Dich gespielt hat. Für diesen Menschen ansich. Mit allen seinen Aspekten, die Du nicht unter Kontrolle hast. Man kann nicht Raum geben um selber welchen zu bekommen. Versucht man das, so gibt man eigentlich nicht Raum, man stellt eine aggressive Forderung. Bedingungen sind einfach immer lieblos. Sollte das Gegenüber allerdings nicht bereit sein Raum zuzulassen (für Dich oder für sich selbst) kann man versuchen zusammen daran zu arbeiten. Wahrscheinlich begegnet ihr beide euren eigenen Blockaden. Es ist sehr gut möglich daß noch gemeinsame Ängste, bewußt oder unbewußt, vorhanden sind. Sozusagen "im Raum stehen", und diesen blockieren. Manchmal bleibt als letzter Schritt nur eine Trennung. Kann man das aber nicht in Liebe tun so ist ein eigenes Thema im Spiel. In diesem Fall spiegelt das Gegenüber vermutlich einen eigenen Widerstand, man lebt mit dem anderen Menschen dann keine Liebe oder Raum aus, sondern eine Abneigung oder Angst gegen etwas in Dir selbst. Beispielsweise gegen das Gefühl von Enge, zu viel Nähe, kontrolliert werden, zu kontrollieren. Oder dagegen nicht selber in Kontrolle zu sein. Den grundsätzlich, wer Raum gibt, der gibt Kontrolle ab.

Noch wichtig: Raum geben bedeutet nicht Eigenverantwortung abzugeben. Wenn jemand Deinen Raum beansprucht bist Du verantwortlich Grenzen zu ziehen. Andere können Deine Grenzen erst wahrnehmen und respektieren wenn Du selber das tust. Raum geben bedeutet immer Liebe geben. Anerkennung, wenn Du so möchtest. Auch und besonders Dir selbst. Alle Menschen benötigen Raum um sich entfalten zu können. Deswegen, etwas provokant formuliert, meine ich, dass die sicherste Strategie etwas zu verlieren die ist zu versuchen etwas (oder jemanden) festzuhalten.

Wer hilft mir dabei?

In meiner eigenen Erfahrung, wenn man tief in einer Beziehungskrise steckt ist es meistens kaum möglich Liebe zu empfinden. Wäre das so hätte man die Krise vermutlich nicht. Was man spüren kann ist etwa Verlustangst, Wut, Enge oder auch enorme Sehnsucht. In solchen Fällen kann es helfen einen Außenstehenden zu bitten bei der Klärung der Situation zu helfen. Es gibt dazu viele Ansätze. Fokus auf die positiven Aspekte der Beziehung ist sicherlich ausgezeichnet. Aber gleichzeitig ist es notwendig sich mit dem Schatten auseinanderzusetzen und ihn sozusagen ins Licht zu holen. Ist die Beziehung aus dem Lot heißt das vermutlich daß etwas anerkannt sein möchet das es derzeit noch nicht ist. Hier können etwa Paartherapeuten und Schamanen weiterhelfen. Schamanen vor allem dann wenn die Tiefe Ursache wirklich im Dunkeln liegt, der Zugang mit rationalen Mitteln also nicht gelingt. Deswegen sind schamanische Methoden und auch verschiedene Arten von Körperarbeit zum Klären von ausweglos wirkenden Beziehungssituationen oder stätig wiederholten Beziehungsmustern (etwa immer untreue/wütende/distanzierte/klammernde etc. Partner) sehr effektiv. Sie geben Raum die Perspektiven vollkommen zu verändern. Auch unsere Praxis unterstützt Dich gerne bei der Klärung aller Formen von Beziehungsthematiken (Partnerschaften, Mobbing am Arbeitsplatz, Kinder, Eltern, ...).


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Montag, 05 Oktober 2015
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Inhalt:

Was sind Visionen im Leben?

Wie lebe ich Visionen - gelebte Liebe?

Das Ende der Einbahn - Welche Hilfestellungen kann ich anbieten?

Sonne hinter WolkenDie Arbeit mit den Visionen eines Menschen ist ausgesprochen schön!  Aber was genau sind Visionen? OK. Eigentlich geht es mir gerade nicht so besonders gut. Und trotzdem, oder gerade deswegen, schreibe ich diesen Artikel. Es ist Zeit wieder kreativ zu sein. Zeit einer Vision zu folgen.

Also: Visionen für das Leben zu haben ist unersetzlich. Ich sag's euch! Nicht um in der Zukunft und der Hoffnung darauf leben zu können. In der Hoffnung daß es mal besser wird. Ich sehe in Visonen das Vehikel mich selbst kennenzulernen und wirklich zu sein wer ich bin. Visionen sind mit Talenten verbunden, und mit veranlagten Potentialen etwas in die Welt zu bringen. Sie müssen aber nicht gelebt oder realisiert werden. Sie können auch einfach vertrocknen. Besonders leicht wenn man sie nicht wahrnimmt, für unrealistisch hält oder dem Alltag opfert.

Was sind Visionen im Leben?

Visionen sind verwandt mit Wünschen und eng verbunden mit Kreativität. Der eigentliche Unterschied zu Wünschen ist daß eine Vision aus dem tiefen Inneren Wesen kommt und nicht durch Ängst und Erwartungen verzerrt wird. Viel Geld zu haben wäre ein Wunsch. Macht auch sicher Sinn. Der eigentliche Hintergrund kann aber sehr leicht Existenzangst sein, das Gefühl nicht genug genährt zu werden, oder einfach seinen Job zu hassen und der Wunsch zu haben davon befreit zu werden. Die Intention darauf zu richten und mit Glaubenssätzen, Überzeugungen und Affirmationen zu arbeiten kann funktionieren. Das Bewußtsein ist ein sehr mächtiges Werkzeug wenn es ausgerichtet und fokussiert ist.

Authentische Visionen zu finden dient jedoch dazu das Bewußtsein auf etwas auszurichten das wirklich der Entfaltung der eigenen Natur entspricht, nicht der Befriedung einer Angst, nur um dann Raum für etwas anderes zu haben.

Die Vision ist schon das Andere, sie ist ein Blick auf Deine grundlegende Natur. Und nicht umsonst heißt es, seid vorsichtig was Ihr euch wünscht, es könnte in Erfüllung gehen. Das ist bei Wünschen so weil sie oft nicht wirklich authentisch sind. Sie fühlen sich nur so an. Das trifft nicht auf eine authentische Vision zu, weil sie eben kein Abbild von Wünschen und Ängsten ist.

Wie blicke ich also durch die ganzen Zu- und Abneigungen, Ängst und Annahmen darauf was Real und Möglich ist? Die einfachste Antwort für mich ist diese: In der Stille.

In allen Meditationen die helfen Gedankenfreiheit zu erleben (für Momente zumindest) und innerlich ruhig zu werden. Weil dort die Verbindung zu echter Kreativität liegt. Sie taucht nur dort auf wo keine Gedanken sind. In allen Formen von Körper und Energiearbeit in denen man lernt wieder mit sich selber in Kontakt zu kommen tritt man diesem kreativen und visionären Potential näher, lernt sich wieder selbst zu spüren. So wie es aber in Beziehungen manchmal einen Mediator braucht so kann ein Außenstehender auch beim Finden von Visionen weiterhelfen. Vor allem dann wenn man sie einfach nicht sehen kann oder Ängst und Zweifel zu stark sind. Ein Vermittler kann dabei helfen weil er thematisch nicht so stark involviert ist, er kann sich darauf beschränken wahrzunehmen was da ist. Visionen sind Entfaltungen Deines Wesens. Egal ob es um Kaffee und Kuchen geht, oder um Deine Berufung.

Wie lebe ich Visionen - gelebte Liebe?

BergheideVisionen leben heißt Liebe in die Welt zu bringen, denn nichts anderes sind Visionen. Ich sehe mich selber nicht als Spezialist für die Realisierung von Visionen. Vor allem wegen der mir sehr gut bekannten Angst zu scheitern und den damit verbundenen Zweifeln. Aber meistens tut es einfach gut ins Tun zu kommen. So wie ich es erlebe und empfinde ist das Wesentliche zu Vertrauen, aber nicht zu beharren. Der Widerstand gegen das Leben führt zu Stillstand. Zu gehen, mit einem Ziel (einer Vision) wo man hinmöchte, nur nicht genau wie, ist entscheidend. Da gibt es ein Zitat von Jim Carrey (dem Komödianten) das ich gerne mag und welches in etwa so lautet:

Hoffnung ist durch das Feuer zu gehen. Hoffnung ist übel. Vertrauen bedeutet über das Feuer zu springen.

Die Natur der Welt ist ein mystischer Fluß. Klingt etwas esoterisch, aber so empfinde ich es. Er regiert sehr sensibel auf unsere Gedanken und welchen Dingen wir Raum geben. Und auch welche wir zu unterdrücken suchen. Achte darauf Ängst nicht zu unterdrücken sondern zu bereinigen. Aber sie werden Dich vermutlich nicht wesentlich behindern solange Du Ihnen zumindest den Raum gibst zu sein. Es ist ganz normal Angst vor Veränderungen zu haben, viele Menschen fürchten sich vor Ihren eigenen Potentialen. Richte Deine Aufmerksamkeit auf die Vision, nicht auf die Angst, nicht auf den präzisen Weg dorthin.

Darüberhinaus, der Zeitpunkt der Umsetzung kann große Unterschiede machen, manchmal muß man es immer wieder probieren. Oder es sein lassen, für den Moment zumindest, wenn die Versuche verbissen werden.

Eine Vision ist deswegen auch kein Ziel für die Zukunft, mehr etwas das sein soll, in Dir angelegt ist. Du bist der welcher es in die Welt bringen kann. Deine Vision ist aber auch ein Weg. Deswegen darf man nicht auf sie hinleben, sie muß erlebt werden, empfunden werden als wäre sie schon eingetreten. Das gibt ihr durch Dich Realität.

Visionen sind keine göttlichen Versprechen auf eine bessere Welt. Auch kein schierer Wunschgedanke oder eine Vorgabe wie oder was man leben sollte. Oft lassen sie sich in einem gegenwärtigen Zustand auch noch nicht leben. Etwa im Fall im "perfekten" Leben angekommen zu sein aber selber noch nicht der "perfekte" Mensch dafür zu sein. Sie sind nur etwas das sein kann wenn Du Dich entfaltest, aus Liebe zu Dir selbst. Und fast immer benötigen Visionen auf die eine oder andere Weise die Hilfe Deiner Mitmenschen um in die Welt zu kommen und weiter existieren zu können.

Vielleicht eine wichtige Anmerkung: Wenn ich sage Visionen sind Liebe meine ich das genau so. Sie entstehen aus Begeisterung und gehören zu Deiner inneren Natur. Einen Gedanken in die Realität zu zwingen ist eher wie die Welt zu vergewaltigen. Eine Vision zu realisieren muß nicht leicht sein, aber es ist Dein Ding!

Das Ende der Einbahn - wie kann ich Dich unterstützen?

GoldflussWie gesagt fällt es Außenstehenden oft leichter die eigenen Visionen wahrzunehmen als einem selbst. Mir ist es immer wieder auf die Nerven gegangen wenn mir gesagt wurde ich würde meine Visionen schon kennen. Da waren so viele Dinge die mir immer wieder sehr "prickelnd" erschienen. Oft viele Ideen, aber wenig konkret. Oder manchmal überhaupt das Gefühl in einer Einbahnstraße zu stecken. Und manchmal erscheinen mir gewisse Projekte als das Maß aller Dinge, aber nur sehr kurzfristig. Deswegen bevorzuge ich Medien und andere externe Mediatoren die mir weiterhelfen können Angst und Wahn von Vision zu trennen.

Sowohl aus dem Vesseling als auch Cranial Works gibt es Techniken um das Wesen eines Individuums zu erfassen. Das innere Wesen kann zeigen wie es angelegt ist, wohin es sich entfalten möchte. Abseits der Ängst und realen oder irrealen praktischen Barrieren.

Die Arbeit mit den Visionen eines Menschen ist ausgesprochen schön! Dort kann man den Mensch in seiner wahren Pracht erleben und ich liebe ich es schlicht das innere Licht anderer Menschen (wie es eine Freundin von mir genannt hat) zu sehen. Klingt wieder esoterisch. In meiner Erfahrung ist es aber wirklich geradeaus wunderbar das Wesen eines Menschen zu erfahren, im Kontrast zu den Effekten der Alltagssituation und den diversen Zu- und Abneigungen. Was man genaugenommen sehen kann ist was gerade ist. Die Talente, die angelegten Visionen die Raum möchten zu Sein. Aus dem Vesseling biete ich dazu das Fahrzeuglesen an. Eine Technik die üblicherweise konkrete Antworten auf konkrete Fragen gibt. Mehr dazu findest Du unter Methoden. Es gibt allerdings auch in CranialWorks eine wunderchöne Methode die sich Anmuten nennt. Es ist schlicht eine intuitive Erfassung des Gegenübers die ich sehr gerne anwende und die deutlich schneller ist als das Fahrzeuglesen. Zwar vielleicht weniger konkret kann sie klare Enblicke in die Anteile Deines inneren Wesens geben die sich noch realisieren möchten. Es ist mir immer wieder ein immense Freude Menschen beim Erfahren Ihrer inneren Potentiale zu begleiten! Wäre ich religiös würde ich es als religiösen Akt empfinden.

Darüberhinaus sei gesagt daß es viele sensitiv oder medial veranlagte Menschen gibt die sehr wertvolle Hilfestellugen geben können. Achten sie nur darauf daß diese Menschen Ihr einenes Ego, Ängst und Abneigungen gut von der für Sie bestimmten Vision trennen. Das ist nicht immer einfach und vielleicht der wesentlichste Faktor dabei von einer Visionsberatung durch Andere zu profitieren.

Echte Visionsbilder sind immer frei von Angst und Beklemmung. Das ergibt sich aus Ihrer Natur.

Vollkommen abseits der Energetik kann ich gerne ein paar Tipps zum Schreiben von businessplänen und Strategien geben, das ist mehr ein persönliches Steckenpferd, es macht mir Spaß. 

 


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